Klassisches Neurofeedback (Frequenzband Training)

Beim Frequenzbandtraining wird dem Patienten während der EEG Echtzeitableitung die Ausprägung der zu trainierenden Frequenz visuell, akustisch oder taktil zurückgemeldet . Der Ableitung liegt das  internationale 10-20-System zugrunde. Es orientiert sich an den anatomischen Landmarken des Schädels, deren metrische Abstände zueinander die Basisgrössen für die Einteilung der Kopfoberfläche in ein Rastersystem ergeben.

Auf diese Weise ist es möglich, dass bestimmte Hirnfrequenzen in Richtung eines angemessenen und gesunden Zustandes trainiert werden können. Mit Hilfe des Feedback Signals lernt das Gehirn diesen Zustand einzunehmen und immer länger zu halten. Dadurch kann die Fähigkeit der Patienten zur Selbstregulierung des Gehirns und zur Selbststeuerung des resultierenden Verhaltens verbessert werden. Das mündet im zentralen Postulat des klassischen QEEG–gestützten Neurofeedbackansatzes, dass nämlich die „normbezogene Rückführung“ von abweichenden EEG –Markern durch Neurofeedback auch die vorliegenden Dysfunktionen (Über- und Untererregung, Instabilitäten etc.) und die damit parallel im Verhalten und Erleben beobachteten Symptome (z.B. Konzentrationsprobleme, Angst etc.) korrigiert.

Die Wahl der zu trainierenden Positionen (Gehirnbereiche) und Frequenzbereiche wird jeweils auf Grundlage von Vorbefunden, eines ausführlichen Anamnesegesprächs in dem die Symptome exploriert werden, einer quantitativen EEG-Messung und gegebenenfalls eines Stress-Profils (nur bei Erwachsenen) getroffen.